Bei Kreosot handelt es sich um eines der ältesten und wirkungsvollsten Konservierungsmittel, das in industriellem Umfeld als Holzschutzmittel verwendet wird.
Es schützt das Holz vor dem Verfall und der Zersetzung durch Schädlinge, wie zum Beispiel Pilzen, Insekten oder Meeresorgansimen.

Das dickflüssige, schwarz-braune und ölige Stoffgemisch, wird aus der Destillation von Teer aus fossilen Brennstoffen gewonnen. Chemisch setzt sich Kreosot aus einem komplexen Gemisch von hunderten Verbindungen zusammen, und kann bis zu 85% aus polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) bestehen.
Einige dieser Inhaltsstoffe (Naphthalin, Anthracen,…) sind persistent, bioakkumulierend, toxisch oder auch krebserzeugend.
Kreosot ist demnach gefährlich für den Mensch und die Umwelt und wird seit 2001 als karzinogener (krebserzeugender) Stoff der Kategorie 2 gemäß der Richtlinie 2001/90/CE[1] eingestuft.
[1] RICHTLINIE 2001/90/EG DER KOMMISSION vom 26. Oktober 2001 zur siebten Anpassung von Anhang I der Richtlinie 76/769/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten für Beschränkungen des Inverkehrbringens und der Verwendung gewisser gefährlicher Stoffe und Zubereitungen (Kreosot) an den technischen Fortschritt
